Der Jerusalemsverein

Der Jerusalemsverein wurde 1852 in Berlin mit dem Ziel gegründet, die deutschen evangelischen Einrichtungen im damaligen Palästina, darunter Gemeinden, Schulen, Krankenhäuser und andere sozial-diakonische Einrichtungen zu unterstützen.

Die Anfänge - Geschichte der Gemeinden

Neben der Arbeit im preußisch-anglikanischen Bistum Jerusalem sollte diese Arbeit zum Wachsen einer einheimischen arabischen evangelischen Kirche beitragen. Daran beteiligten sich neben den Kaiserwerther Diakonissen in der Schule Taltiha Kumi auch die Schneller Schulen und das Syrische Waisenhaus in Jerusalem.

Aus diesen Anfängen ging neben einer einheimischen anglikanischen Kirche 1959 die arabische Lutherische Kirche (ELCJHL) mit Sitz in Jerusalem hervor. Seit 1975 wählt sie ihren eigenen Bischof und ist Mitglied des Lutherischen Weltbundes. Heute gehören zur ELCJHL sechs Gemeinden in Jerusalem, Bethlehem, Beit Jala, Beit Sahour, Ramallah und in Amman, der Hauptstadt Jordaniens. Die ELCJHL ist ebenfalls Mitgliedskirche des Mittelöstlichen Kirchenrates, einem Zusammenschluß von Christlichen Kirchen des gesamten Mittleren Ostes.

Der Jerusalemsverein versteht sich als Partner der evangelischen Christen im Heiligen Land und unterstützt die Arbeit in sechs Gemeinden und lutherischen Schulen durch Spenden und Kollekten, Vermächtnisse und Vermittlung von Patenschaften und durch regelmäßige Information in der deutschen Öffentlichkeit über die Arbeit vor Ort durch die Vereinszeitschrift "Im Lande der Bibel".

Der Jerusalemsverein versteht sich als Lobby und Sprachrohr für die arabischen Christen, die im Nahost-Konflikt als Minderheit zwischen allen politischen und religiösen Fronten stehen und unter einem starken Auswanderungsdruck leiden.

Der Jerusalemsverein bemüht sich durch ein eigenes Patenschaftsprogramm um die Vermittlung von Schulpatenschaften für Kinder und Jugendliche an den evangelischen Schulen, in den Kindergärten und Internaten. Es können Einzel- und Gruppenpatenschaften übernommen werden. Die evangelischen Schulen sind als christliche Privatschulen auf das Schulgeld der Eltern, aber auch auf Hilfe von außen angewiesen. In dem Maße, wie die wirtschaftliche Not in den palästinensischen Gebieten zunimmt, sinkt der Anteil der von den Eltern aufgebrachten Gelder. Darum ist unser Einsatz dauerhaft von Nöten, um das schulische Angebot und das pädagogische Niveau aufrecht erhalten zu können. Die evangelischen Schulen leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zur Toleranz zwischen den Religionen und zur Demokratieerziehung, zur Friedens- und Umwelterziehung zur Durchsetzung der Rechte von Mädchen und Frauen in der palästinensischen Gesellschaft.

Der Jerusalemsverein fördert die ökumenische Gemeinschaft der Christlichen Kirchen im Heiligen Land, besonders in Jerusalem und im Rahmen des Mittelöstlichen Kirchenrates (MECC). Er ist Mitglied der Evangelischen Jerusalemstiftung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Mittelostkommission der EKD, dem deutschen Partner des MECC.

Der Jerusalemsverein unterstützt die Bemühungen um Frieden und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern und macht Initiativen sowie Begegnungen und Dialogveranstaltungen in der deutschen Öffentlichkeit bekannt.

Der Jerusalemsverein lädt einmal im Jahr zur Mitgliederversammlung und zum Jahresfest nach Berlin ein und informiert die Mitglieder regelmäßig über die Arbeit in den Partnergemeinden und in den Schulen einschließlich Talitha Kumi. Er verfügt über ein Netz von Vertrauenspfarrern und Vertrauenspfarrerinnen in fast allen deutschen Landeskirchen. Der Verein ist seit 1975 in das Berliner Missionswerk integriert, das im gleichen Jahr auch die Verantwortung für die Trägerschaft der größten evangelischen Schule in Palästina Talitha Kumi von der Kaiserswerther Diakonie übernahm. Die Geschäftsstelle des Jerusalemsvereins ist beim Nahostreferat des Berliner Missionswerkes angesiedelt.

Satzung des Jerusalemsvereins
Bericht der Geschäftsführung 2012/13

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Patenschaften

Patenschaften für Schülerinnen und Schüler in Palästina

Schenken Sie Hoffnung, fördern Sie den Frieden im Nahen Osten. Bildungsarbeit ist Friedensarbeit: Helfen Sie mit, dass die Kinder Palästinas durch eine gute Ausbildung eine Perspektive für ihr Leben bekommen.

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Zeitschrift

Im Lande der Bibel

Im Lande der Bibel 2/2017: 50 Jahre Besatzung, Sechs Tage, sechs Gemeinden, sechs Stimmen

Ausgabe 2/2017
50 Jahre Besatzung - Sechs Tage, sechs Gemeinden, sechs Stimmen
Aus dem Inhalt:
Wenn Fallschirmjäger weinen: Reflexion über ein welt-
berühmtes Foto, Zwischen Bethel und Beit Jala: die Familien Azar und Richter, „Talitha Kumi“ als Tattoo: eine bewegende Geschichte

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