zurück zur Übersicht

Ring für neuen Bischof in Jerusalem

Sani Ibrahim Azar (56) ist neuer Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELCJHL). Am 12. Januar wurde er in einem feierlichen Gottesdienst, zu dem mehr als 150 Gäste aus aller Welt angereist waren, in sein Amt eingeführt.

Er freue sich sehr, gemeinsam mit Azar die Partnerschaft fortzusetzen, sagte Bischof Dr. Markus Dröge (EKBO), der bei der Einführung des neuen Bischofs einen Segen sprach. Gemeinsam mit Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerkes, überreichte Dröge den Bischofsring als Geschenk.

Mit den beiden Repräsentanten war eine hochrangige Delegation von Berliner Missionswerk, EKBO und Jerusalemsverein ins Heilige Land gereist.

Bevor der Gottesdienst in der Erlöserkirche von Jerusalem begann, waren die offiziellen Teilnehmenden in einer feierlichen und eindrucksvollen Prozession durch die Altstadt gezogen, begleitet von Glockengeläut und dem Spiel zweier Dudelsack pfeifenden Pfadfindergruppen.

Vor der Kirche wurde der neue Bischof mit lauten "Barhoum"-Rufen der wartenden Gläubigen empfangen. Unter dieser Koseform des Vornamens Ibrahim kennen ihn hier alle.

Auch im Gottesdienst brandete immer wieder Jubel auf. Vor allem als Vorgänger Munib Younan den neuen Bischof unter der Mitwirkung und dem Segen von 16 Bischöfen aus der ganzen Welt in sein Amt einführte.

Zu den vielen bewegenden Momenten gehörte der Augenblick, in dem Bischof Azar den Ring aus den Händen von Bischof Dröge und Direktor Herpich entgegennahm. Der Bischofsring ist traditionell ein Geschenk des Berliner Missionswerkes.

Bischof Dröge ergriff später das Wort für die EKBO und das Missionswerk: "Dass wir so zahlreich gekommen sind, zeigt, wie eng wir uns Ihrer Kirche verbunden fühlen." Er selbst sei vor 30 Jahren, zur Zeit der ersten Intifada, zum ersten Mal in Beit Jala und Bethlehem gewesen.

"Mit großem Respekt sehe ich, wie die Menschen hier in dieser spannungsreichen Situation ihr Christsein leben und wie sie die Botschaft des Friedens und der Gerechtigkeit weitergeben."

"Wir sind im Gebet verbunden", so Dröge an Bischof Azar gewandt. "Und auch in der praktischen Zusammenarbeit: über unser gemeinsames Engagement für die Schule Talitha Kumi, die ein großes Geschenk für die Region ist und auch Ihnen am Herzen liegt."

Barhoum Azar engagiere sich mit ganzer Kraft für die evangelischen Christen im Heiligen Land, sagte Roland Herpich. "Ich kenne ihn seit vielen Jahren und schätze seine besondere Gabe, auf Menschen zuzugehen und sich auf sie einzulassen."

Als gemeinsames Geschenk überreichten Dröge und Herpich später dem leidenschaftlichen Bayern-Fan Azar ein Trikot des FC Bayern München sowie ein Ticket für das nächste Spiel gegen Hertha BSC im Berliner Olympiastadion.

Zur Delegation von Berliner Missionswerk, EKBO und Jerusalemsverein gehören neben Bischof Dr. Markus Dröge und Roland Herpich die Regionalbischöfin Heilgard Asmus (EKBO), Kirchenpräsident Joachim Liebig (Ev. Kirche Anhalts) sowie Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Propst i.R. Matthias Blümel, Alt-Bischof Dr. Johannes Friedrich (alle Jerusalemsverein) sowie der Geschäftsführer des Jerusalemvereins, Pfarrer Jens Nieper.


zurück zur Übersicht

Helfen

Talitha Kumi

Vom Kindergarten bis zum Abitur eröffnet die Schule Talitha Kumi jungen Menschen in Palästina eine Perspektive für die Zukunft. Im konfliktreichen Nahen Osten legt Talitha Kumi Schwerpunkte auf die Friedens- und Umwelterziehung, die Vermittlung von Toleranz unter den Konfessionen und Religionen und die Förderung von Mädchen und Jungen zu selbstbewussten Persönlichkeiten.

mehr

Aktuell

Bischof Azar nimmt Stellung zum Gesetz über einen "jüdischen Nationalstaat"

mehr

Neue/r Verwaltungsleiter/in für Talitha Kumi gesucht

mehr

„Reißt die Mauern ein“

mehr
Top
© 2017 Jerusalemsverein | Georgenkirchstraße 69/70 | 10249 Berlin | Telefon: (030) 243 44-195